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Es wird hell draußen. Die Sonne scheint durch die matt weißen Vorhänge und hüllt ihr Schlafzimmer in einen milchigen Ton. Ich höre die Vögel singen, atme tief durch und versuche mich an die vergangene Nacht zu erinnern.

Ich kam schlaftrunken in meine Wohnung, so wie immer in der Woche. Ich freute mich schon in ihr wundervolles Gesicht blicken zu können und den Tag zu vergessen, den Stress abzulegen und mich nur noch wohl in ihren Armen zu fühlen. Sie war nicht da. Auf meinem Tisch lag der zweite Wohnungsschlüssel, ihr Schlüssel, und ein Zettel.
„Liebster“, schrieb sie, „es tut mir leid dir dies zu schreiben, ich wünschte ich könnte es sagen, aber es geht nicht.. Ich verlasse dich.“ Mehr nicht, nur zwei Sätze, und damit sollte alles vergessen werden? Zwei wunderbare Jahre mit einer wunderbaren Frau. Es ging mir nicht in meinen Kopf. Ich schaute aus dem Fenster, es war schon dunkel und der Mond schien silbern über die Stadt.
Ich ging kurz in meine Küche und packte mein Messer ein. Mein Entschluss stand fest, ich wollte nicht so feige sein wie sie. Ich ging los, rief ein Taxi und fuhr zu ihr.
Ihre Straße schien düsterer als sonst, stiller und viel trauriger, als ob sich die Umgebung ihrer Zukunft anpassen würde.
Ich schaute auf zu ihrem Fenster, das Licht war noch an. Ich holte den Schlüssel raus, sie hatte ihn mir vor einem Jahr gegeben, sagte das würde mir mehr Vertrauen schenken und das tat es. Ich ging hinauf, ganz leise schritt ich die zwei Stockwerke und stand dann da, vor der Tür. Ich schob den Schlüssel ganz sacht in das Schlüsselloch und schloss lautlos die Tür auf. Der Flur war dunkel und ich sah, das Licht aus dem Schlafzimmer schien. Ich betrat die Wohnung und schlich mich zum Schlafzimmer, die Tür stand einen Spalt breit offen. Sie schlief, war bei Licht, unter Tränen eingeschlafen.
Ich holte das Messer hervor, betrat das Zimmer, lief um ihr Bett, in dem wir uns so oft geliebt hatten, herum und setzte mich vorsichtig neben sie. Das Messer legte ich auf den Boden.
Ich strich ihr sanft die Haarstränen aus dem Gesicht, streichelte über ihre schönen schwarzen Haare, betrachtete ihren ruhenden Körper und schwor mir diese Liebe endgültig zu töten.
Sie erwachte, drehte sich zu mir um und erschrak. Ich legte ihr meine Hand auf den Mund, kein Schrei sollte durch diese Stille hallen. Meine Hand glitt zu ihrem Hals, die Spuren der vergangenen Nächte waren von ihm noch nicht verblasst. Ich drückte und während ihr die Tränen aus den Augen quollen, küsste ich sie, steckte ihr meine Zunge und den Rachen. Sie hatte nicht viel an, mit Gewalt riss ich ihr die Kleider vom Leib und genoss noch ein letztes Mal ihre Wärme. Ich hab schwer mit ihr gerungen und sie grub ihre Nägel in meinen Rücken. Ich packte sie und drehte sie auf den Bauch, küsste ihren Rücken und spürte ihre Zuckungen. Mein Mund war ganz nah an ihrem Ohr, ich flüsterte ihr etwas zu: „Nur wer feige ist, tötet Liebe durch das Wort allein.“ Ich tastete nach dem Messer, gab ihr einen Kuss zwischen die Schulterblätter und stach dann in die selbe Stelle zu.
Das Blut ergoss sich wie ein dunkler Fluss zwischen uns, ich blieb liegen und schief ein.

Jetzt liegt sie da, sieht aus wie ein schlafender Engel, ein Spielzeug, ich streiche ihr über den Kopf, sehe in ihre leeren Augen. Ich fühle mich sonderbar, da ich jetzt weiß das sie mich nicht mehr liebt.

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