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Marie war ein von mir gespielter Vampire Charakter den ich sehr liebgewonnen hatte und mit dem ich tapfere 1 1/2 Jahre gespielt habe. Vor kurzem musste ich ihren Tod spielen und es war nicht einfach für mich.

Marie, ich werde dich nie vergessen, auch wenn du nie wirklich existiert hast und nur eine ausgeburt meiner dunklen Fantasie bist. I miss you.


†Die Nacht zum 5.Januar 2004†

Eine dunkle Gestalt sitzt in einer Ecke ihres Zimmers. Sie hat schon vor Jahren aufgehört auf ihn zu achten, er tut sowieso nur das was er will und hört nicht auf sie. "Da hast du uns schön in die Scheiße geritten, Marie. Weisst du was geschehen wird wenn du uns da nicht rausholst?", dröhnt eine tiefe Männerstimme in ihrem Kopf und aus den Augenwinkeln sieht sie wie sich die Gestalt langsam in ihre Richtung bewegt. Die werden dir doch bei der nächst besten Gelegenheit einen Pflock ins Herz stoßen und dich irgendwo im Wald vergraben! Und eins kann ich dir sagen, ich werd nicht auf dich aufpassen!" Ohne ein Wort geht sie in richtung Fenster, es ist dunkel draußen, kaum Bewegungen auf der Straße, vielleicht einpaar Jugendlichen die das "Zigeunerhaus" näher betrachten wollen. Noch vor kurzem starben im Erdgeschoss einige Zigeuner, und nun wohnt sie wieder in dem selbigen Haus. "Ignorierst du mich wieder?", wieder die Stimme, nun steht die Gestalt neben ihr, ein großer junger Mann, vielleicht höchstens 25 Jahre alt, schwarzhaarig, blauäugig, schwarz gekleidet. Sie dreht sich zu ihm um, schaut in seine Augen und läuft durch ihn hindurch, in richtung Tür. Wie oft hatte sie sich schon gewünscht das sie gegen ihn prallt und zurückfällt, das sie ihn berühren kann, oder das noch jemand seine Stimme hört, geschweige denn ihn sieht? Zu oft, und jede Nacht zerbricht sie sich den Kopf darüber, jede Nacht, seit über 50 Jahren. Bevor sie die Tür aufmacht schaut sie nochmal zu ihm rüber. "Ich kann dich nicht ignorieren Liebster." Sie macht die Tür auf und sofort steht ein junges Mädchen vor ihr, höchstens 20, groß mit langen schwarz-roten Haaren, dunkel gekleidet. "Alles ist ruhig Marie, Benga ist vor kurzem aus dem Haus gegangen, wie immer. Brauchst du noch etwas?" Sie schaut das Mädchen an, beisst sich in ihr Handgelenk und hällt es ihr hin. "Ich wollt dir nur dein Blut jetzt schon geben, ich werd mich für den Rest der Nacht zurüchziehen. Fahr Morgen ins Restaurant, sobald der Rabbi auftaucht beobachte ihn und versuch rauszufinden ob er mit dem Taxi oder irgendwie anders nach dem Essen wegfährt. Es ist wichtig." Das Mädchen nickt und ergreift hastig die Hand ihrer Herrin, um ihr Blut zu trinken. "Ok, das reicht. Bald gibt es mehr." Sie zieht ihre Hand wieder zurück und leckt die Wunde wieder zu. "Geh jetzt, pass auf das Zigeunermädchen auf bis Benga wiederkommt. Dann kannst du gehen, heute müssen wir alleine bleiben. Ich geh jetzt zurück in mein Zimmer, Michael wartet." "Michael? Aber, Marie, da ist niemand in deinem Zimmer, du bist allein." Zorn steigt in ihr auf. "ICH BIN NICHT ALLEIN! GEH JETZT!" Sie geht zurück in ihr Zimmer. Wieder schaut sie durch das Fenster, die Gestalt sitzt wieder in der Ecke und schweigt. Und so vergeht die Nacht.

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